Hilft mir das Prinzip der großen Zahlen beim Lottospielen?  

Große Zahlen – kleine Gewinne

Woche für Woche hoffen Millionen von Lottospielerinnen und Lottospielern auf den großen Wurf. Doch die Wahrscheinlichkeit auf einen Hauptgewinn ist, statistisch gesehen, verschwindend gering. Dennoch interessiert sich auch die Wissenschaft für das Glücksspiel, denn hinter den Chancen steckt erstaunliche Mathematik. Zudem hat unser Spieltrieb ganz viel mit Wirtschaft, mit Krieg und Frieden und mit einer ganzen Menge anderer gesellschaftlicher Phänomene zu tun. Wagen wir einen ersten Blick auf die Welt hinter die Prinzipien des legalen Glücksspiels. Was haben seriöse Gewinnspiele mit Mathe zu tun?

Glücksspiel Lotto: Die Zahlen zum Glück

Eines der unverändert beliebtesten Glücksspiele ist das Lottospiel. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie „Los“ oder „Schicksal“. Der Spieler tippt auf bestimmte Zahlen aus einem begrenzten Kontingent. Alle Tipps erfolgen vor der eigentlichen Ziehung und sind kostenpflichtig. Deutschland besitzt ein staatliches Monopol bei diesem Spiel, das hierzulande den erklärenden Zusatz „6 aus 49“ besitzt. Jener Zusatz definiert die Anzahl der zu tippenden Zahlen (6) sowie das zur Verfügung stehende Kontingent (49).

Um einen Gewinn einzustreichen, müssen mindestens drei Treffer gelandet werden. Je mehr Zahlen richtig getippt sind, desto größer ist der Gewinn. Die Gewinne fallen je nach Ziehung unterschiedlich hoch oder niedrig aus, was bedeutet, dass die Quoten nicht konstant, sondern variabel sind.

Die erste offizielle Ziehung für das gesamtdeutsche Gebiet erfolgte am Sonntag, 9. Oktober 1955. Erst zehn Jahre später wurde die Ziehung erstmals live im TV übertragen.

Das Prinzip der großen Zahlen

Um ihre Gewinnchancen beim Lotto zu erhöhen, wenden viele Spielerinnen und Spieler das „Prinzip der großen Zahlen“ an. Das an die Wahrscheinlichkeitstheorie angelehnte Prinzip trifft eine Aussage darüber, wann sich eine Abfolge zufälliger Ereignisse der Realität annähert. Es geht folglich um die Differenz zwischen realtiver und tatsächlicher Häufigkeit.

Diesem Prinzip folgen viele Lottospieler und ziehen massenweise Statistiken über häufig beziehungsweise weniger häufig gezogene Zahlen zu Rate. Da Lottokugeln jedoch kein Gedächtnis besitzen, ist eine bestimmte Zahlenkombination genauso wahrscheinlich wie jede andere. Das beste Prinzip besteht demzufolge darin, den Tippschein nach dem Zufallsprinzip auszufüllen und Muster, Reihenbildungen und Geburtsziffern zu vermeiden. Wer dies nicht tut, riskiert im Fall eines Gewinns entsprechend niedrige Quoten, da etliche Tipper jenem ineffektiven Prinzip folgen.

Wesentlich effektiver scheint in diesem Zusammenhang das Ankreuzen möglich hoher Zahlen, denn erfahrungsgemäß ziehen Zahlen jenseits der 31 höhere Gewinne nach sich.

Ist Glücksspiel nur Glückssache?

Das Glücksspiel ist so alt wie die Menschheit, die ihr Heil schon immer im Spielerischen gesucht hat. Kennzeichnend für diese Art von Spiel ist die Tatsache, dass es vom Zufall bestimmt wird. Aus juristischer Sicht erfordert es hierbei den Einsatz eines Gegenwertes. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich per Definition um ein Gewinnspiel (Beispiel: Preisausschreiben).

Glücksspiele dürfen erst nach vorheriger Genehmigung veranstaltet werden, da es sich offiziell um ein Gewerbe handelt. Ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung wird teils mit hohen Strafen geahndet. Die Tatsache, dass viele Formen des Glücksspiels (und ihre Betreiber) mittlerweile ins Internet abgewandert sind, macht eine Strafverfolgung umso schwieriger.

Seriöse Gewinnspiele

Risiko-behafteten Glücksspielen stehen seriöse Gewinnspiele gegenüber. Hierbei handelt es sich um Gewinnspiele, bei denen der Adressat keine Gegenleistung zu erbringen hat. Gleichwohl ist in jedem Fall eine Gewinnausschüttung garantiert.